Leistungskurs Wirtschaft - Dittl Bericht1
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Der LK Zoo & Co.

Mit Schuljahr 1997/98 wurde der Hardenberg-Zoo in neue Gehege unterteilt und mit neuen Insassen bestückt. Für den Bereich Wirtschaft/Recht wurden zwei parallel gelegene Käfige eingerichtet und mit je einem Wärter versehen. Dem Käfig mit der Nr. LK WR 11 wurde als Verantwortlicher der altbewährte Aufseher Knittl zugeteilt. Jener hatte sich gerade von dem hinterlistigen Attentat eines amphibischen Lebewesens, das unter Tollwutverdacht stand, erholt.

Dem Käfig wurden zunächst 21 Insassen zugeordnet (4 weibliche, 17 männlich). Bevor der Käfig gefüllt werden konnte, entwich bereits ein Weibchen in das parallele Gehege. Zur abschließenden Dressurprüfung traten von dieser ursprünglichen Besetzung noch 13 Mitglieder an, 4 blieben auf der Strecke, jedoch wurde ein Neuankömmling, gesponsert vom Autohaus HLG, aufgenommen. Wir wollen die Verstorbenen würdig im Gedächtnis behalten! Mögen die Überlebenden ihre Freiheit erfolgreich genießen und das in der Gefangenschaft antrainierte Wissen und beigebrachten Fähigkeiten in Rangkämpfen und Brunftzeiten clever anwenden. Möge der Zuchterfolg des Tierparks den der Wildnis Überlassenen ein langes, glückliches Leben - ohne Steuerfahndung, Partnerschaftskämpfe und Erbauseinandersetzungen - bescheren.

Bei Begutachtung der überlassenen Käfigfüllung ergab sich für den aufsichtsführenden Dompteur ein sehr heterogenes Bild der Tierschar. Deshalb blieben kleinere Revierkämpfe (Platz am Kaffeeautomat, Raucherecke, Abfrage) nicht aus. Sie verliefen jedoch alle relativ harmlos und die zugefügten Wunden heilten anscheinend wieder schnell. Auch Brunftveranstaltungen blieben nicht aus: Mußten sich doch am Ende 11 Männchen 3 Weibchen teilen. Leider traten auch Epidemien auf (z.B. vor Schulaufgaben, Facharbeitenterminen, nach Feuerwassergüssen), so dass nicht alle den Dressurversuchen folgen konnten.

Zum Tierbestand darf ich mich - zum Schluss - noch ganz kurz äußern: unterschiedliche Größen:

  1. Diddlmaus - die Zaubermaus ("Wer ist die Schönste im ganzen Land?")
  2. Dünnbrettbohrer ("Des woss Sie etz sogn, wollt i ja a grod sogn!")
  3. Normalisten ("Sie könn ne mi goar ned abfrogn. I wor di ledzdn drei Wochn gor ned do!")
  4. Generalisten ("Ich bin der Meinung, dass das, was ich wissen sollte, ich bereits kann. Ich drücke mich nur etwas anders aus, als Sie!")
unterschiedliche Arten der Ernährung: Wiederkauende Pflanzenfresser ("I kau den Kaugummi scho 8 Stundn.") Fleischfresser ("Endweder gibst mer dein Krapfn, odder i beis di in dein Finga!") Rauchfresser (Marlboro, Gitanes , - erkennbar an der persönlichen Duftnote) Flaschenkinder (Bevor er es verließ, markierte er sein Revier mit einer leeren Flasche.) Gourmets ("I dring alles, blos ka Patrizier!")

Unterschiedliche Arten der Fortbewegung: Schleimspurhinterlassende Schnecken (waren selten) Trödelix ("Erst an Kaffee, hinterher wass i nix!!") Deckungsliebernde Leiseschleicher Multitalent ("Ich kann alles, bloß ka Madde.")

Insgesamt war die Mannschaft immer für eine Überraschung - nicht nur kulinarischer Art - gut. Sie widerstanden den Dressurversuchen nur sehr selten. Schafften es doch die meisten ihren Jocker in einer Gemeinschaftsaktion p

Auch gab es eine sehr unterschiedliche Tagesform: Montag, 1. Stunde: alle waren müde, Donnerstag, 5.Stunde: alle waren hungrig und müde. Mittwoch: nur 1 Stunde - die Zeit reichte für einen Schönheitsschlaf nicht aus. Was ich eigentlich sagen wollte:

Es war für den Dompteur eine sehr angenehme Zeit. Keines der Tiere zeigte sich als ausgesprochen bissig, die meisten waren sogar sehr willig.

Mögen alle die gewonnene Freiheit nützen: ihre Persönlichkeit - nicht nur ihr Körper - wachsen und gedeihen. Mögen sich alle an die schönen, gemeinsam verbrachten Stunden (Wenn alle schlafen und einer spricht: das ist nicht der Wirtschaftsunterricht!) erinnern. Mögen Sie ihren Nachwuchs dem gleichen Zoo anvertrauen, dem sie entsprungen sind. Die Wärter warten schon!a

Mit einem letzen Halali

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(Oberaufseher)

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